Wie bei allen modernen Medikamenten, wurden auch mit Kineret vor der ersten Anwendung am Menschen umfangreiche Untersuchungen im Tierexperiment durchgeführt. Dazu gehörten auch Untersuchungen zu einem möglichen Einfluß von Anakinra auf die Fortpflanzung (--> Reproduktion).
Entsprechende Tierexperimente erfolgten an Ratten und Kaninchen. Dabei wurden Dosierungen verwendet, die die beim Menschen verwendete Dosis um bis zum Hundertfachen überstiegen. Dabei zeigte sich keine Auswirkung auf die Empfängnis (--> Fertilität, "Fruchtbarkeit"), ebenso kam es zu keinen Missbildungen.
Ausreichende Erfahrungen mit Kineret bei Schwangerschaften beim Menschen liegen jedoch derzeit noch nicht vor. Da sich die Erfahrungen aus Tierexperimenten nicht vollständig auf den Menschen übertragen lassen, sollte Kineret während einer Schwangerschaft nur gegeben werden, wenn die medizinische Notwendigkeit unabdingbar seinen Einsatz erfordert.
Da entsprechende Studien fehlen, ist es aktuell noch nicht bekannt, ob Kineret mit der Muttermilch ausgeschieden wird. Deshalb kann derzeit keine Aussage darüber gemacht werden, ob unter einer laufenden Kineret-Therapie das Stillen des Kindes unbedenklich möglich ist.
Autor: Priv. Doz. Dr. med H. E. Langer
Stand: 21.11.2006

