Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Dr. Doris Pfeiffer, befürchtet, dass den gesetzlich Krankenversicherten in den nächsten Jahren Zusatzkosten bei den Beiträgen von 50 bis 70 Euro pro Monat drohen. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr hingegen dementiert diese Einschätzung.
Als Grund für die zu anzunehmenden Zusatzkosten nannte Pfeiffer in einem
Interview die Tatsache, dass die Beiträge aus dem prozentualen Abzug vom Einkommen nicht steigen dürfen (
SGB §241). Um mögliche Mehrkosten zu decken, können die gesetzlichen Krankenkassen jedoch einen Zusatzbeitrag von den Versicherten fordern.
Gesundheitsminister Daniel Bahr versucht hingegen, die Versicherten in einem
Interview zu beruhigen. Seiner Aussage nach sei hingegen lediglich mit einem moderaten Wachstum der Zusatzbeiträge zu rechnen.
Fakt ist: In Deutschland gilt ein einheitlicher Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung von 15,5 Prozent des Bruttoeinkommens. Ob darüber hinaus ein einkommensunabhängiger, pauschaler Zusatzbeitrag für die zu erwartenden Mehrkosten für Ärzte, Krankenhäuser oder Medikamente erhoben wird, bleibt den Krankenkassen überlassen.
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