Fibromyalgie: Vegane Diät kann kurzfristig helfen

Eine finnische Studie untersuchte den Effekt einer veganen Diät auf die Schmerzen bei Fibromyalgie. 18 Patientinnen ernährten sich 3 Monate lang mit einer sogenannten "living food"-Diät, bei der man nur Ungekochtes ißt. Die tägliche Kalorienzahl lag bei 1800 Kcal und wurde cholesterinfrei durch Obst, Gemüse und Getreideprodukte (neudeutsch heißt das ja jetzt Cerealien) zugeführt. Als Kontrollgruppe dienten 15 Patientinnen, die sich so wie sonst ernährten.

(Samstag, 01.09.2001, Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer)

Die vegane Diät führte zum einen zu einer Gewichtsabnahme. Anfangs waren die meisten Frauen übergewichtig; am Ende der Diät lag der BMI (Body Mass Index als Maß für Normalgewicht bzw. Übergewicht) bei normale Werten. Auch das Cholesterin sank durch die Diät. Die Fibromyalgie-Symptome besserten sich in der Diätgruppe, so verbesserten sich Allgemeinbefinden und Schlaf und verringerte sich der Schmerz.

Ein Wermutstropfen: Die strikte vegane Diät scheint auf Dauer kaum durchzuhalten zu sein. Im Anschluß an die Studie setzte keine der Patientinnen diese strikte Diät konsequent fort. Und mit den früheren Eßgewohnheiten kamen die Schmerzen wieder.

Quelle: Kaartinen K et al, Scand J Rheumatol 29;308-313 (2000)

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