Chloroquin (z.B. Resochin)

Chloroquin (Handelsname z.B. Resochin) ist ein Medikament aus der Gruppe der Antimalariamittel. Bei der Therapie entzündlich-rheumatischer oder immunologischer Systemerkrankungen gehört Chloroquin in die Gruppe der langwirksamen Antirheumatika (LWAR, anglo-amerikanisch DMARDs = disease modifying antirheumatic drugs).

Chloroquin ist im allgemeinen gut verträglich. Hauptproblem ist bei der Langzeit-Anwendung die Entwicklung einer Schädigung der Netzhaut (Auge), der sogenannten Chloroquin-Retinopathie. Diese unerwünschte Wirkung ist selten (nach einer US-amerikanischen Studie etwa 1:10.000), dafür aber folgenreich. Deshalb sollten Patienten unter einer Chloroquin-Therapie regelmäßig augenärztlich untersucht werden (je nach individuellem Einzelfall in etwa dreimonatlichen bis jährlichen Abständen).

Das Risiko einer Chloroquin-Retinopathie wächst mit der Dauer der Einnahme und der Dosis. Als Grenzdosis, ab der mit einem erhöhten Risiko zu rechnen ist, wird eine Gesamtdosis ("kumulative Dosis") von mehr als 100 g Chloroquin angegeben (Images in clinical medicine. Bull's-eye maculopathy. HM Nogueira and RD Gama, N. Engl. J. Med., May 2009; 360: 2224. Case reports).

Ein früher Warnhinweis ist ein verändertes Farbensehen (beginnende Rot-Grün-Blindheit), die beim Augenarzt mit entsprechenden Farbtafeln ("Ishihara-Tafeln") untersucht wird.

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