Kombinationstherapie erfolgreich auch bei schwerer rheumatoider Arthritis - Die Kremer-Studie

Patienten mit chronischer Polyarthritis und unzureichender Wirksamkeit von Methotrexat erhielten in dieser Studie zusätzlich zu Methotrexat eine Kombinationstherapie mit LeflunomidArava). Die Startdosis von Leflunomid betrug zwei Tage lang 100 mg, dann folgte eine relativ niedrige Erhaltungsdosis von täglich 10 mg. Die im Mittel bei 16,7 mg pro Woche liegende Methotrexatdosis wurde beigehalten.

(Mittwoch, 01.08.2001, Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer)

Die Kombination führte zu einer erheblich besseren Remissionsrate als die Fortführung der Methotrexat-Therapie als Monotherapie in der Kontrollgruppe.

Durch die Kombination wurde bei 51% eine ACR-20-Rate erreicht gegenüber 23% in der Kontrollgruppe, 26% der Patienten in der Kombination erzielten ACR-50gegenüber 6% in der Kontrollgruppe) und bei 10% der Patienten wurde sogar ACR-70 erreichtvs. 2% in der Kontrollgruppe).

Die verbesserte ACR-Rate ging auch mit einer verbesserten funktionellen Kapazität einher.

Die Nebenwirkungen der Kombinationstherapie waren im Vergleich zur Monotherapie mit Methotrexat nicht so gravierend, wie es vielleicht zu erwarten gewesen wäre. In der Kombination wurden etwas mehr Durchfälle beobachtet25% gegenüber 13% bei Mtx allein) und etwas häufiger Erhöhungen der LeberwerteTransaminasen). Speziell die sogenannte GPT war bei 3,8% der Patienten in der Kombinationstherapie-Gruppe mehr als dreifach erhöht gegenüber 0,8% bei Monotherapie mit Methotrexat; für die GOT betrugen die entsprechenden Zahlen 1,5% gegenüber ebenfalls 0,8%). Eine entsprechend engmaschige Überwachung dieser Werte ist deshalb nötig. Nach Absetzen von Arava gingen die Werte bei allen Patienten auf die Ausgangswerte zurück.

Unter einem entsprechenden Sicherheitsmonitoring steht mit der Kombinationstherapie von Methotrexatz.B. Lantarel) mit Leflunomid Arava) nicht nur eine vergleichsweise verträgliche und sichere, sondern zugleich auch hochwirksame therapeutische Option auch bei solchen Patienten zur Verfügung, die auf eine Monotherapie mit Methotrexat nicht ausreichend ansprechen.

(Update 2010-04-06: aus technischen Gründen ist leider die Literaturangabe zu diesem Beitrag verloren gegangen.  Wir bitten, dies zu entschuldigen.)

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