Studie: Jeder zweite Deutsche ist ein Bewegungsmuffel

Viele Deutsche ziehen nach Feierabend die Couch dem Fitnessstudio vor: Lediglich jeder Zweite bewegt sich täglich ausreichend. Dies geht aus der Studie "Beweg Dich, Deutschland!" im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor.

(Donnerstag, 14.04.2016, Julia Nix)
Kategorie: Sonstiges

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Der Studie zufolge sitzen die Menschen in Deutschland ihren beruflichen und privaten Alltag aus. Wer sich nicht für Sport begeistern kann, der bewegt sich der Studie zufolge auch sonst wenig: So werden kurze Wege werden mit dem Auto zurückgelegt oder statt der Treppe wird der Fahrstuhl genutzt. Obwohl laut TK vier von zehn Befragten im Arbeitsalltag eine sitzende Tätigkeit ausübten, verbrächten sie auch in ihrer Freizeit im Schnitt drei Stunden täglich ebenfalls sitzend.

Eine mögliche Ursache hierfür sieht Sportpsychologe Prof. Dr. Jan Mayer von der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement in fehlenden Anreizen: "Den Allermeisten ist schon klar, dass ihnen Sport gut täte. Laut den Befragungsergebnissen fehlt es aber jedem Zweiten an Motivation. Der Anreiz, ein langes gesundes Leben zu führen, scheint abstrakter als der Feierabend, der gerade direkt vor einem liegt und gern auf der Couch verbracht werden möchte." Mehr als 40 Prozent der Befragten - bei den jungen Erwachsenen sogar 55 Prozent möchten laut Studiendaten den Feierabend am liebsten auf der Couch verbringen.

Mit einem konkreten Ziel wie beispielsweise Gesundheit, einer guten Figur oder Ausgleich zum stressigen Alltag sind laut Untersuchung allerdings viele Menschen einfacher für Bewegung zu begeistern. Fast sechs von zehn Befragten würden aktiv werden, um gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden. Auch finanzielle Unterstützung von der Krankenkasse (33 Prozent) oder dem Arbeitgeber (21 Prozent), bessere Karriereaussichten (15 Prozent) sowie Kritik des Partners (28 Prozent) könnten Anreize sein. Aber: 15 Prozent der Teilnehmer sagen, dass sie nichts davon motivieren könnte, sportlich aktiv zu werden.

Mit Pressematerial der TK

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