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Fragen und Antworten

Eine Frage von Diana:

Mein Mann wird zur Zeit wegen eines Schubs seiner rheumatoiden Arthritis in einer Rheumaklinik behandelt.

 

Bevor er in diese Klinik eingewiesen wurde, bekam er in einer anderen Klinik die erste Infusion Remicade. Ihm war sehr schlecht und er hatte starke Schweißanfälle. Die Schmerzen wurden nur wenig besser.

 

Nun in der anderen Klinik möchte der Arzt die Infusionen nicht weiterführen, da mein Mann auf die Infusion so stark reagiert hat und er außerdem bereits nach der ersten Infusion schmerzfrei hätte sein sollen.

 

Mein Mann hat allerdings schon alles probiert von Gymnastik bis zu verschiedensten Tablettenumstellungen ohne jegliche Schmerzlinderung. Remicade war unsere letzte Hoffnung und nun soll diese Behandlung ebenfalls nicht weitergeführt werden. Die Schmerzen sind seit den letzten 6 Jahren stetig später geworden und er kann sich kaum bewegen und keine Nacht mehr schlafen.

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 1.11.2003:

Glücklicherweise gibt es Alternativen zu Remicade. Wenn die Infusionen nicht vertragen werden, kommt als weiteres Präparat aus der Gruppe der TNF-alpha-Blocker Etancercept in Betracht (Enbrel), außerdem der andere, mit Remicade verwandte TNF-Blocker Adalimumab (Humira). Wenn man damit nicht klarkommt, gibt es auch noch den IL1-Blocker Anakinra (Kineret). Sie sehen, daß die Rheumatologie im Augenblick in Siebenmeilenstiefeln Fortschritte macht. Ich denke, daß auch für Ihren Mann ein Therapiekonzept gefunden werden kann, mit dem ihm geholfen wird.

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