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Fragen und Antworten

Eine Frage von Monika D.:

Ich leide seit 7 Jahren an rheumatoider Arthritis und nehme seit 3 Jahren täglich 10 mg Arava.

Grundsätzlich vertrage ich das Medikament gut, möchte aber gern wissen, ob es bei meinem relativ stabilen Zustand möglich ist, Arava noch weiter zu reduzieren.

Außerdem las ich im Internet die erschreckende Nachricht, dass es bereits einige schwere Leberschäden und sogar Todesfälle durch Arava gegeben hat. Dies beunruhigt mich. Ist es ratsam, sich über alternative Behandlungsmethoden zu informieren - eventuell die Behandlung mit dem Weihrauch H 15 ?

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 1.01.1970:

Ob eine stabile und gut verträgliche Basistherapie reduziert oder gar abgesetzt werden sollte, ist ohnehin schon eine sehr schwierige Frage und mit Sicherheit nicht aus der Ferne zu beurteilen. Was man aus der Ferne allerdings sagen kann, ist, dass Arava ein sehr sicheres Medikament ist, wenn die vorgeschriebenen Kontrolluntersuchungen eingehalten werden und die Therapie durch erfahrene Ärzte durchgeführt bzw. überwacht wird, die sich mit dieser Behandlung auskennen. In der Regel sind dies internistische Rheumatologen.

Alternative Behandlungsmethoden können eine langwirksame antirheumatische Therapie nicht ersetzen. Im speziellen Fall von Weihrauch H 15 gibt es bis heute keine klinische Studie, die für diese Substanz eine krankheitsmodifizierende Wirkung nachweist, geschweige denn eine Verlangsamung oder ein Stoppen der entzündlich bedingten Gelenkzerstörung von Knorpel und Knochen, so wie dies Arava und andere langwirksame antirheumatische Medikamente bewirken können.

Keywords: chronische Polyarthritis * cP * rheumatoide Arthritis * RA * Leflunomid * Arava * Therapiedauer * Nebenwirkungen * Todesfälle * Weihrauch H 15

 

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