Sie sind hier: rheuma-online » Archiv » Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

Eine Frage von H.J.:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie Sie sehen, bin ich 58 Jahre alt und habe seit 2001, so mir bekannt, "Bechterew". Zur Zeit nehme ich Voltaren Resinat, ohne ein solches Medikament könnte ich vor lauter Schmerzen nicht arbeiten und mich nicht bewegen. Azulfidine hat bei mir nicht angesprochen.

Die Hauptschmerzen sind im Nackenbereich. Längeres nach oben bzw. nach unten Schauen ist mit Schmerzen verbunden. Wird der Kopf wieder in die normale Stellung gebracht, geschieht dies meist unter einem lauten Geräusch. Wie ein Springen von Sehnen?

Welche Möglichkeiten habe ich bzw. mit welchen Medikamenten sollte ich weiter fortfahren? Mein Entzündungswert ich z.Zt. 1,5

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 4.07.2005:

Wie Sie wissen, können, wollen und dürfen wir über das Internet keine Empfehlungen und Ratschläge zu einer individuellen Diagnose oder Therapie geben.

Grundsätzlich kann man sagen, dass bei einer Symptomatologie, die Sie schildern, eine genaue Untersuchung vorgenommen werden muß, damit man etwas zu der Ursache sagen kann. Aus der Ferne hört es sich eher nach einem mechanischen Problem an. In einem solchen Fall würde man sich bei der Behandlung auf phyikalische Therapieformen konzentrieren (z.B. Krankengymnastik, örtliche Wärmeanwendungen, u.U. auch Elektrotherapie, Massage etc.).

Unabhängig davon stellt sich die Frage, ob die Erkrankung unter der laufenden medikamentösen Therapie ausreichend kontrolliert ist. Dazu kann u.a. der sogenannte BASDAI hinzugezogen werden, eine Untersuchungsmethode, mit der Ihr Rheumatologe neben den Blutuntersuchungen die aktuelle Krankheitsaktivität misst.

Zeigt sich auf der Grundlage dieser Untersuchungen, dass Ihr M. Bechterew unzureichend kontrolliert ist, kommt als Behandlungsoption eine Therapie mit TNF-alpha-Blockern in Betracht. Darüber entscheidet dann Ihr Rheumatologe vor Ort in Kenntnis des aktuellen Krankheitsbildes, des bisherigen Krankheits- und Behandlungsverlaufs und unter Berücksichtigung weiterer Gesichtspunkte, beispielsweise von Begleiterkrankungen etc.

Copyright © 1997-2022 rheuma-online
rheuma-online Österreich
 
Alle Texte und Beiträge in rheuma-online wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Irrtümer sind jedoch vorbehalten. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Jegliche Haftungsansprüche, insbesondere auch solche, die sich aus den Angaben zu Krankheitsbildern, Diagnosen und Therapien ergeben könnten, sind ausgeschlossen.