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Fragen und Antworten

Eine Frage von Anne H.:

Ist Remicade eine lebenslängliche Behandlung? Kann man den Versuch machen, die Behandlung abzubrechen und dann evtl. wieder aufnehmen? Oder ist dann die Gefahr einer Unverträglichkeit zu groß?

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 10.03.2005:

Bei der Mehrzahl der Patienten mit rheumatoider Arthritis, M. Bechterew oder Psoriasis-Arthritis kommt es nach Absetzen der Remicade-Therapie zu einem erneuten Aufflammen der Krankheitsaktivität, im ungünstigsten Fall sogar zu einer regelrechten Schubsituation. Manchmal läßt sich die Erkrankung dann durch die Wiederaufnahme der Behandlung nur zögerlich und z.T. auch nicht mehr so wirksam kontrollieren wie vorher. Wenn keine zwingende Notwendigkeit besteht, sollte deshalb eine gut wirksame Therapie mit Remicade ohne Not nicht unterbrochen oder gar beendet werden. Allerdings kann man bei einer lang anhaltenden und stabilen Remission, d.h. einer völligen Beschwerdefreiheit über viele Wochen bis Monate, darüber nachdenken, ob sich die Zeitabstände zwischen den einzelnen Remicade-Infusionen verlängern lassen. Dies ist aber eine sehr schwierige Entscheidung, die nur der behandelnde Rheumatologe vor Ort in genauer Kenntnis der individuellen Situation beurteilen kann.

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