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Fragen und Antworten

Eine Frage von J. S. :

Ich habe eine Frage zum Thema Rheumafaktor.

In meiner Apotheke betreue ich einen Patienten mit einem

zu hohen Rheumafaktor und CK-Wert.

In der für mich verfügbaren Literatur finde ich dazu keine weiterführenden Hilfestellungen zur Krankheitsursache und auch zu einer möglichen Behandlung. Ich habe schon einige Bücher gewälzt, finde aber nirgends ein Medikament oder eine Methode, diese/n

Faktor/en zu senken.

 

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 17.03.2004:

Es gibt eine ganze Reihe von Ursachen, die zu einem erhöhten Rheumafaktornachweis im Serum führen. Die häufigste Ursache ist natürlich die rheumatoide Arthritis, daneben kann ein positiver Rheumafaktor aber auch bei anderen entzündlich-rheumatischen und immunologischen Systemerkrankungen vorkommen, oft dann auch im Rahmen von sogenannten Überlappungssyndromen ("Overlap-Syndromen").

Die CK ist typischerweise immer dann erhöht, wenn es - durch welche Ursachen auch immer - zu einer Schädigung der Muskulatur und zum Zerfall von Muskelzellen kommt. Im Zusammenhang mit einem positiven Rheumafaktornachweis ist dann u.a. auch an die Möglichkeit einer entzündlich-rheumatischen oder immunologischen Systemeerkrankung mit Skelettmuskelbeteiligung im Sinne einer Muskelentzündung ("Myositis") zu denken. Beispiele sind die Polymyositis oder Dermatomyositis; Myositiden kommen aber auch im Zusammenhang mit Kollagenosen etc. vor.

Die Therapie richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache. Wenn offensichtlich derzeit die Diagnose noch nicht klar ist, empfiehlt sich die Vorstellung bei einem internistischen Rheumatologen.

Keywords: Rheumafaktor * CK * Myositis * Polymyositis * Dermatomyositis * Kollagenosen

 

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