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Fragen und Antworten

Eine Frage von J. B.:

Seit einiger Zeit werden über diverse Medien (v.a. Internet und Fernsehen) vermehrt neue Erkenntnisse über die Risikofaktoren für Herzinfarkt und Schlaganfall beschrieben. Dazu zählen auch ein erhöhter CRP- und Fibrinogen-Spiegel im Blut.

Ich leide unter rheumatoider Arthritis, die mit 20 mg Arava/d, 2,5 mg Syntestan/d und 200 mg Celebrex (bei Bedarf) therapiert wird. Mein CRP-Wert liegt dauerhaft zwischen 10 und 15 mg/l, mein Fibrinogen-Wert zwischen 450 und 500 mg/dl. Weitere Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, erhöhte Blutfettwerte und Bluthochdruck liegen bei mir nicht vor. Allenfalls noch Bewegungsmangel aufgrund schmerzender Gelenke. Besteht nun ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden? Sollten regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt werden? Wenn ja, welche?

 

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 1.01.1970:

Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis ist in der Tat das Risiko für Komplikationen im Bereich von Herz und Kreislauf erhöht (erhöhtes Arteriosklerose-Risiko mit nachfolgend erhöhtem Risiko für z.B. Herzinfarkte und Schlaganfälle). Ihre Überlegung ist richtig, daß man als mögliche Ursache dafür die anhaltende, chronische Entzündung annimmt, die sich u.a. in erhöhten CRP-Werten und erhöhten Fibrinogenspiegeln im Blut bemerkbar macht.

Keywords: rheumatoide Arthritis * koronares Risiko * Gefäßerkrankungen * kardiovaskuläre Komplikationen * Herzinfarkt * Schlaganfall

 

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