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Fragen und Antworten

Eine Frage von So.:

Ich bin 39 Jahre alt, ich fühle mich seit einem Jahr sehr schwach und schlapp. Mein Hausarzt hat einige Untersuchungen bei mir gemacht und hat festgestellt, dass ich das Pfeiffer'sche Drüsenfieber gehabt habe (Ebstein -Barr- Virus). Ich fühle mich immer noch schwach, aber mein Hausarzt hat mir kein Medikament gegeben. Meine Frage ist, was kann ich in diesem Fall machen? Und welche Therapie empfehlen Sie?

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 1.01.1970:

Aus der Ferne können und dürfen wir keine individuellen Empfehlungen zur Diagnose oder Therapie geben.

Allgemein kann man sagen, dass es nach einigen Virus-Infektionen, insbesondere auch nach einer Infektion mit Ebstein-Barr-Virus (EBV) zu einer anhaltenden Erschöpfungssymptomatik kommen kann bis hin zum Vollbild eines sogenannten chronischen Müdigkeitssyndrom (CMS) bzw. angloamerikanisch chronic fatigue syndrome (CFS), was die Erkrankung besser beschreibt, da fatigue mehr bedeutet als nur eine schlichte Müdigkeit, sondern auch die bei diesem Syndrom vorherrschende schwere allgemeine Erschöpfung mit erfasst.

Die Erkrankung wird wahrscheinlich über immunologische Prozesse ausgelöst und unterhalten. Therapeutisch sind in der Vergangenheit zahlreiche Versuche mit einer ganzen Reihe von Medikamenten und Verfahren unternommen worden, die alle mehr oder wenig erfolgreich waren.

Wir selber haben in vielen Fällen ganz gute Erfolge unter einer immunmodulatorischen Therapie mit Chloroquin gesehen. Dies ist aber ein Therapieansatz, der in die Kategorie bislang wenig abgesicherter und damit experimenteller Therapien fällt.

Keywords: chronisches Müdigkeitssyndrom * CMS * chronic fatigue syndrome * CFS * Ebstein-Barr-Virus * EBV * Immunmodulation * Chloroquin * Resochin

 

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