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Fragen und Antworten

Eine Frage von J.G.:

Seit einigen Wochen habe ich in den Beinen und Armen zeitweise ein schwer zu beschreibendes Gefühl. Umschreiben kann man es als Ziehen, verbunden mit einer Art Taubheitsgefühl. Sofern dies beim Gehen auftritt, habe ich quasi das Gefühl, nicht mehr unbedingt "Herr" des betroffenen Beines zu sein. Der Zustand hält nur wenige Sekunden bis Minuten an.

 

Meine Frage ist, ob das u.U. durch Enbrel hervorgerufen werden kann, und wenn ja, ob dann eine Beendigung der Therapie erforderlich ist. Es ist keinesfalls so, daß ich diesen Zustand nicht aushalten könnte, es geht mir nur um eventuelle dauerhafte Schädigungen.

 

Im Übrigen klagt mein Lebensgefährte, der ebenfalls Enbrel (1 x wöchentlich) bekommt, über die gleichen Beschwerden.

 

Ansonsten sind wir beide hochzufrieden mit der Wirkung und sind so beschwerdefrei wie Jahrzehnte davor nie.

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 18.07.2005:

Wie Sie wissen, können, wollen und dürfen wir über das Internet keine Empfehlungen oder Ratschläge zu einer individuellen Diagnose oder Therapie geben.

Allgemein kann man sagen, dass bei den beschriebenen Symptomen eine Nebenwirkung von Enbrel nicht sicher auszuschließen ist. Genauso gut möglich oder sogar noch wahrscheinlich ist, dass es sich um etwas anderes handelt. Wenn man es genau wissen will, muß man eine neurologische Untersuchung durchführen. Erst auf der Grundlage einer sauberen Diagnostik und einer entsprechenden Diagnose kann man dann auch eine Aussage darüber treffen, ob es sich um eine harmlose Störung oder etwas Ernsteres handelt, bei dem u.U. sogar bei einer Fortsetzung der Enbrel-Therapie mit dauerhaften Schäden zu rechnen ist.

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