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Fragen und Antworten

Eine Frage von Helmut J.:

Von Nov. 2003 bis Mai 2004 wurde ich wegen meines M. Bechterew mit Azulfidine RA behandelt, ohne großen Erfolg. Wäre vielleicht eine Behandlung mit "Remicade" sinnvoll???

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 7.07.2004:

Aus der Ferne können, wollen und dürfen wir keine individuellen Hinweise oder Empfehlungen zur Diagnose oder Therapie geben.

Allgemein kann man jedoch sagen, daß bei einem M. Bechterew eine Therapie mit TNF-alpha-Blockern wie Remicade immer dann in Frage kommt, wenn die Erkrankung unter der Behandlung mit mindestens 2 aufeinanderfolgenden cortisonfreien Entzündungshemmern in maximaler Dosierung und ggf. einer zusätzlichen Behandlung mit Sulfasalazin nicht ausreichend kontrolliert ist und anhaltend eine systemische Entzündungsaktivität besteht (d.h. BSG und / oder CRP im Blut erhöht sind). Außerdem muß eine hohe Aktivität im sogenannten BASDAI vorliegen, das ist ein Instrument zur Messung der Krankheitsaktivität bei M. Bechterew. Die Therapie mit einem TNF-alpha-Blocker muß von einem internistischen Rheumatologen für notwendig gehalten werden, außerdem sollte sie von ihm durchgeführt und überwacht werden.

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