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Fragen und Antworten

Eine Frage von Mona S.:

Ich bekomme seit kurzer Zeit Remicade. Ich bin an näheren Informationen zu diesem Medikament (Nebenwirkungen) interessiert.

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 24.04.2003:

Eine ganze Menge an Informationen zu Remicade (Wirkstoff: Infliximab) findet man auf den entsprechenden Seiten bei TIZ, insbesondere auch in der Rubrik „Erfahrungsaustausch“ und „Fragen und Antworten zu Infliximab / Remicade“. Außerdem gibt es zur Therapie mit Infliximab auch die spezielle TIZ-Broschüre, die man entweder per Postkarte, per Fax oder am besten online beim TNF-alpha-Informationszentrum abrufen kann.

 

Zu den möglichen Nebenwirkungen: Von den meisten Patienten wird Remicade gut vertragen. Allerdings kann es unter der Infusion zu infusionsabhängigen Nebenwirkungen kommen, dabei sind ein Anstieg des Blutdrucks und unter Umständen auch der Herzfrequenz die häufigsten Reaktionen. Sehr selten sieht man auch stärkere infusionsbedingte Reaktionen mit Hautreaktionen oder Blutdruckabfall. Deshalb ist es notwendig, dass die Infusion kontinuierlich überwacht wird und man auch nach der Infusion noch eine Zeitlang in der Praxis / in der behandelten Einrichtung bleibt.

 

Im Verlauf ist vor allem eine erhöhte Infektionsrate eine wichtige mögliche Nebenwirkung von Remicade. Meistens handelt es sich um banale Infekte der oberen Luftwege wie normale Erkältungen. Allerdings kann es im Einzelfall auch zu schweren Infektionen kommen, die eine antibiotische Therapie erforderlich machen, in seltenen Fällen sogar eine Krankenhausbehandlung.

 

Ein spezieller Warnhinweis bei der Remicade-Therapie betrifft die erhöhte Rate von Tuberkulosen. Dabei handelt es sich in der Regel um eine Reaktivierung bereits vorhandener, latenter (verborgener) Tuberkulosen. Deshalb muss vor Beginn der Remicade-Therapie ein Test auf Tuberkulose durchgeführt werden.

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