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Fragen und Antworten

Eine Frage von Michael N.:

Wegen eines M. Bechterew werde ich mit Remicade behandelt. Nach der ersten Infusion am 6.2.04 sind meine Leukozyten auf 3.600 abgerutscht. Die zweite Infusion wurde verschoben (normal nach 2 Wochen). Danach waren meine Leukozyten bei über 6.000, also im grünen Bereich. Jetzt bin ich erkältet seit einer Woche und hab das Gefühl, es wird nicht besser. Wie darf man eine Erkältung bei dieser Behandlung bekämpfen (z.B. Antibiotika)?. Im Moment nehme ich nur Tropfen für den Hals bzw. inhaliere.

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 21.03.2004:

Unter einer Therapie mit TNF-alpha-Blockern gibt es keine Probleme bei einer antibiotischen Therapie, d.h. die Behandlung mit Antibiotika erfolgt genauso, wie man sie auch ohne eine gleichzeitige Therapie mit TNF-alpha-Blockern durchführen würde.

 

Allerdings ist eine Erkältung in der Regel eine Virusinfektion, und bei Virusinfektionen helfen Antibiotika nicht. Wenn es keine Hinweise auf eine bakterielle Infektion gibt, werden Erkältungen auch unter einer Therapie mit TNF-alpha-Blockern mit den üblichen Mitteln gegen Erkältungen behandelt.

 

Je nach Schweregrad der Erkältung macht man außerdem mit der TNF-alpha-Blockade eine Therapiepause, wobei das im Fall von Infliximab (Remicade) wegen der relativ langen Halbwertszeit dieser Substanz (der Wirkstoff bleibt nach der Infusion relativ lange im Körper) natürlich nicht so einfach geht wie beispielsweise bei Etanercept (Enbrel) oder auch Adalimumab (Humira) mit wesentlich kürzeren Halbwertszeiten.

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