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Fragen und Antworten

Eine Frage von Reiner L.:

Ich leide unter einer ankylosierenden Spondylitis (M. Bechterew) in einem fortgeschrittenen Stadium. Blutwerte wiesen / weisen keine Auffälligkeiten auf. Senkung, CRP etc. etc. sind schon seit vielen Jahren immer im Normbereich. BASDAI < 4 (Mai 2004) - m.E. hat sich nichts geändert.

 

Es kommt bei mir immer wieder (1 - 2 x p.a.) zu Iritiden. Rechtes und linkes Auge abwechselnd. Behandlung mit Inflanefran forte. Als Nebenwirkung Ablagerungen an den Linsen.

 

Welche Erfahrungen gibt es für die Behandlung mit z. B. Remicade bei Iritis? Macht das überhaupt Sinn? Die eigentliche SpA erfordert derzeit keine Behandlung mit TNF-a-Blockern.

 

PS: Ich bin absoluter Fan von Rheuma-online. Super informativ. M. E. beste Quelle im Netz.

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 2.03.2005:

Meines Wissens läuft derzeit an den Universitätskliniken in Köln (in Kooperation zwischen der Rheumatologie und der Augenklinik) eine klinische Studie zum Einsatz von Remicade bei der schweren, wiederkehrenden Iritis, bei der konventionelle Behandlungen nicht oder nicht ausreichend wirken. Außerhalb einer solchen klinischen Studie wird die Therapie der Iritis mit TNF-alpha-Blockern zumindest bei Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen problematisch, da es sich um einen sogenannten „off-label-use“, d.h. eine Anwendung außerhalb der offziellen Zulassung handelt und damit für die Kostenübernahme erhebliche Einschränkungen bestehen. Unabhängig von dieser Frage sollte man über einen vorgeschalteten Einsatz von Sulfasalazin nachdenken, für das kürzlich eine positive Wirkung auf die Iritis im Zusammenhang mit Spondylarthropathien berichtet wurde. Persönlich setze ich diese Substanz schon seit vielen Jahren mit sehr günstigen Ergebnissen ein.

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