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Fragen und Antworten

Eine Frage von Regina S.:

Die Informationen in rheuma-online sind sehr umfassend und übersichtlich. Auf eine spezielle Frage konnte ich allerdings keine Antwort finden. Meine Tochter ist in der 9. Woche schwanger. Da die Schwangerschaft nicht geplant war, wurde MTX vor Beginn der Schwangerschaft nicht abgesetzt. Wie groß ist das Risiko von Missbildungen? Ist ein Schwangerschaftsabbruch notwendig?

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 1.01.1970:

Einen sehr umfangreichen Beitrag zu dieser Frage gibt es in einer Antwort von mir auf eine allerdings etwas anders gelagerte Situation: Passend zum Valentinstag: Schwangerschaft bei Rheuma? (http://rheuma-online.de/fua/?id=52)

Grundsätzlich gilt für die Therapie mit Methotrexat, dass eine Schwangerschaft eine absolute Kontraindikation ist, oder anders ausgedrückt, unter einer laufenden Mtx-Therapie sollte auf keinen Fall eine Schwangerschaft eintreten. Deshalb muss bei Frauen im gebärfähigen Alter unter der Therapie mit Methotrexat auch eine sichere Empfängnisverhütung durchgeführt werden.

Ist es unter einer Mtx-Therapie ungewollt zu einer Schwangerschaft gekommen, ist die medizinische Indikation zu einem Schwangerschaftsabbruch gegeben.

Ein Zufall ist, dass passend zur Thematik Ihrer Anfrage gerade ganz aktuell in einer der international führenden rheumatologischen Fachzeitschriften eine Arbeit zur Frage der Schwangerschaft unter verschiedenen langwirksamen antirheumatischen Therapien, darunter auch Methotrexat, erschienen ist. Ich hatte die Arbeit bereits für eine Kurzdarstellung in den rheuma-news ausgewählt und nehme Ihre Frage jetzt zum Anlaß, dies sofort zu erledigen (http://rheuma-online.de/news/?id=82).

Keywords: Schwangerschaft * Methotrexat * Lantarel * Schwangerschaftsabbruch * Medizinische Indikation

 

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