Sie sind hier: rheuma-online » Archiv » Fragen und Antworten

Fragen und Antworten

Eine Frage von Monika:

Ich werde wegen einer chronischen Polyarthritis mit Remicade behandelt. Seitdem hat mein Rheumatologe das Methotrexat (Mtx) abgesetzt. Ich habe den Eindruck, dass Remicade nicht ausreichend wirkt. Ich bekomme 3 mg pro kg Körpergewicht. Meine Frage an Sie: Kann ich nicht zusätzlich MTX einmal pro Woche einnehmen und außerdem eine geringe Menge Cortison?

 

Bitte antworten Sie mir schnell, denn ich habe Schmerzen und habe Angst, dass sich meine Gelenke verformen und ich vielleicht bald mit den Rollstuhl fahren muß.

 

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 18.09.2002:

Wenn Sie Remicade in einer Dosis von etwa 3 mg/kg KG bekommen, ist dies eine niedrige, allerdings auch nicht unübliche Dosis. Aus Studien wissen wir, dass dies oft nicht reicht.

 

Ausserdem weiß man aus Studien, dass es bei dieser niedrigen Dosierung häufiger zur Entwicklung von sogenannten HACA´s (Antikörper gegen Infliximab, das ist der Wirkstoff in Remicade) kommt, wenn man Remicade nicht mit Mtx kombiniert.

 

Sie müssen verstehen, dass ich aus der Ferne und ohne eigene Untersuchung keine individuelle Beratung eines Patienten machen darf und natürlich auch keine individuellen Therapieempfehlungen geben kann. Ich kann und darf nur allgemeine Aspekte ansprechen.

 

Allgemein gilt, dass in der Regel Remicade in einer Dosierung von 3 mg/kg Körpergewicht bei der Behandlung der rheumatoiden Arthritis / chronischen Polyarthritis mit Methotrexat kombiniert wird, wobei üblicherweise eine Dosis von 15 mg Methotrexat einmal pro Woche eingesetzt wird. Bei unzureichender Wirkung dieser Medikation und unzureichender Wirkung von zusätzlich gegebenen cortisonfreien Entzündungshemmern gibt man oft, gerade zu Beginn der Therapie, noch eine mehr oder weniger hohe Menge Cortison dazu, beispielsweise in einer Größenordnung von 5-10 mg Prednisolonäquivalent (Prednisolon = z.B. Decortin H).

Copyright © 1997-2022 rheuma-online
rheuma-online Österreich
 
Alle Texte und Beiträge in rheuma-online wurden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt. Irrtümer sind jedoch vorbehalten. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Jegliche Haftungsansprüche, insbesondere auch solche, die sich aus den Angaben zu Krankheitsbildern, Diagnosen und Therapien ergeben könnten, sind ausgeschlossen.