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Fragen und Antworten

Eine Frage von A.H.:

Meine ausgeprägte Psoriasis vulgaris wurde seit 11/2004 mit Raptiva behandelt. Seit April 2005 verstärkten sich bisher nicht dagewesene Gelenkschmerzen, ausgehend von der Wirbelsäule bis hin auf fast alle Körpergelenke (Füße bis Oberkiefer). Raptiva wurde abgesetzt, nachdem auch nach zusätzlicher Einnahme von Diclofenac 2 x 100 tgl. keine Schmerzfreiheit erreicht wurde.

 

Jetzt wurde in Abstimmung zwischen Hautarzt und einem Rheumatologen auf Enbrel umgestellt. Eine genaue Diagnose, ob es sich um Nebenwirkungen des Raptiva oder um eine beginnende Psoriasis-Arthritis handelt, konnte nicht zweifelsfrei festgestellt werden, da im Beginnstadium keine Gelenkveränderungen festzustellen waren.

Ich habe das Medikament bisher erst 2 mal (jeweils 2 x 25 mg)gespritzt. Die Gelenkscherzen haben unter zusätzlicher Einnahme von 2 x Diclof. 75 SL sehr schnell nachgelassen (nach 2 Tagen).

 

Frage: Wann ist mit einer Verbesserung des Hautbefundes zu rechnen? Derzeit ist ein großer Schub der Plaque-Psoriasis festzustellen.

Die Antwort gibt Priv. Doz. Dr. med. H.E. Langer, 23.07.2005:

Die Wirkung von Enbrel tritt bei der Therapie einer Plaque-Psoriasis relativ schnell ein, nach den klinischen Studien kommt es zu einem deutlichen Ansprechen bereits innerhalb von 1-2-3 Wochen. Allerdings wird bei der Therapie der Hautmanifestationen eine andere Dosis als bei der Therapie der Psoriasis-Arthritis gewählt (2x50 mg pro Woche statt nur 2x25 mg pro Woche wie bei der Arthritis-Therapie).

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