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Morbus Baastrup

Der Morbus Baastrup (besser eigentlich Baastrup-Zeichen genannt) ist eine nach dem dänischen Röntgenarzt Christian I. Baastrup aus Kopenhagen (1885-1950) benannte Veränderung an der Wirbelsäule. Man versteht darunter die Verbreiterung der Dornfortsätze der Wirbelkörper. Wenn man ein verstärktes Hohlkreuz hat (Hyperlordose der Lendenwirbelsäule), nähern sich die Dornfortsätze zu stark und üben auf das dazwischenliegende Gewebe einen verstärkten Druck aus. Im ungünstigsten Fall berühren sich die Dornfortsätze und können dann schlimmstenfalls das dazwischenliegende Gewebe regelrecht zerquetschen. Es kommt zu Schmerzen vor allem im Kreuz; im weiteren Verlauf bilden sich zwischen den sich berührenden Dornfortsatz-Enden gelenkähnliche Strukturen aus. Bei längerem Bestehen eines sogenannten Nearthros (von griech. neo- = neu und arthros = Gelenk) entwickeln sich Überlastungsreaktionen, die sich im Röntgenbild als arthrose-ähnliche Veränderungen darstellen (Arthrose).

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