Immunosporin in der Rheumatologie und klinischen Immunologie

Wie wird Immunsporin für die Therapie rheumatischer und immunologischer Erkrankungen eingesetzt? Für welche Anwendungen in der Rheumatologie und klinischen Immunologie ist Immunosporin offiziell zugelassen?

Die Anwendung von Immunosporin erfolgt in der Rheumatologie zur Behandlung von Erwachsenen mit einer schweren aktiven rheumatoiden Arthritis. Nach der offiziellen Zulassung sollte sich zuvor mindestens ein anderes starkwirksames konventionelles langwirksames Antirheumatikum als ungeeignet erwiesen haben, speziell Sulfasalazin, parenterales Gold (Gold in Spritzenform) oder Methotrexat.

Durch die Kombination mit anderen langwirksamen Antirheumatika, in erster Linie Methotrexat, kann die Wirksamkeit von Immunosporin weiter gesteigert werden. Umgekehrt konnte in Studien gezeigt werden, daß Patienten, bei denen eine Therapie mit Methotrexat nicht ausreichend greift, die Wirksamkeit von Methotrexat durch die Kombination mit Ciclosporin erheblich gesteigert werden kann.

Weitere Anwendungen von Immunosporin in der Rheumatologie und klinischen Immunologie

Außerhalb der offiziellen Zulassung erfolgt der Einsatz von Immunosporin in der Rheumatologie und klinischen Immunologie bei anderen entzündlich-rheumatischen oder immunologischen Systemerkrankungen, bei denen die üblichen Medikamente nicht oder nicht ausreichend wirksam sind.

Positive Erfahrungen liegen dazu insbesondere für die Therapie der Psoriasis-Arthritis (Knochen- und Gelenkbeteiligung bei der Schuppenflechte) und des systemischen Lupus erythematodes (SLE) vor.

In der Kinderrheumatologie wird Immunosporin bei der Behandlung der schweren juvenilen chronischen Arthritis (JCA, juvenile idiopathische Arthritis, JIA), beim kindlichen SLE und bei der kindlichen Polymyositis und Dermatomyositis eingesetzt.

Einzelfallberichte dokumentieren den erfolgreichen Einsatz bei entzündlichen Bindegewebserkrankungen (Kollagenosen) einschließlich der Sklerodermie, der Polymyositis und Dermatomyositis sowie dem Jo-1-Antikörper-Syndrom, bei Vaskulitiden einschließlich der Takayasu-Arteriitis und dem Pyoderma gangränosum, bei M. Behcet, speziell bei der schweren Augenbeteiligung, dem M. Still des Erwachsenen und dem Felty-Syndrom.

 

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