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Hallux rigidus

Ein Hallux rigidus ist eine Versteifung („Rigidität“) im Großzehengrundgelenk in der Folge eines Hallux valgus und einer daraus resultierenden Arthrose.

Bei der Therapie unterscheidet man „konservative“, d.h. nicht-operative Maßnahmen, und operative Verfahren. Einzelheiten zur konservativen Therapie finden sich unter dem Stichwort Hallux valgus.

Zur operativen Therapie eines Hallux rigidus der nachfolgende Beitrag des orthopädischen Experten Dr. Stuckmann aus Wuppertal:

Bei einem Hallux rigidus (Arthrose und Einsteifung des Großzehengrundgelenkes) gibt es prinzipiell 3 operative Möglichkeiten:

  • Operation nach Brandes
  • Versteifung (Arthrodese) des Großzehengrundgelenkes
  • Großzehengrundgelenksprothese

Die Operation nach Brandes:

Sie zeigt langfristig häufiger Probleme mit Zehenfehlstellungen und erneuten, schmerzhaften Arthrosen und Einsteifungen in dem neu geschaffenen Gelenk. Deshalb wird diese Methode überwiegend nur noch für den älteren Patienten empfohlen.

Die Versteifung (Arthrodese):

Sie stellt entgegen der damit auf den ersten Blick verbundenen möglichen negativen Vorstellungen üblicherweise ein funktionell gutes Ergebnis dar. Die Funktion des Fußes ist nach heutiger Erfahrung nach Arthrodese des Großzehengrundgelenkes besser als bei einer Operation nach Brandes. Deshalb wird die Arthodese bevorzugt beim jungen Patienten empfohlen.

Großzehengrundgelenksprothese:

Umfangreiche Erfahrungen mit Großzehengrundgelenksprothesen bestehen nicht. Es werden ihnen frühzeitige Lockerungen nachgesagt.

Experte:

Dr. med. Bernd Stuckmann
Oberarzt der Orthopädischen Rheumatologie
St. Josef Zentrum für Orthopädie und Rheumatologie
Bergstr. 6 - 12
42105 Wuppertal

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