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Atembreite

Unter der Atembreite versteht man die Veränderung der Ausdehnung des Brustkorbs an einer definierten Stelle während des Atmens.

Gemessen wird die Atembreite im 4. Zwischenwirbelraum oder 4. ICR = Intercostalraum (von lat. inter = zwischen und lat. costa = Rippe), wobei der Wert beim dritten Ein- und Ausatmen verwendet wird. Normalerweise beträgt die Atembreite mehrere Zentimeter. Bei seronegativen Spondarthritiden kann die Atembreite durch eine Sternocostalgelenksarthritis oder eine Costovertebralgelenksarthritis eingeschränkt sein.

Deshalb gehört die Messung der Atembreite bei diesen Erkrankungen zu den notwendigen regelmäßigen Kontrolluntersuchungen. Sie kann vom Patienten selber ohne Probleme durchgeführt werden und sollte auch von ihm selber im Sinne eines Selbstmonitoring regelmäßig bestimmt werden.

Beim Morbus Bechterew ist die Atembreite ein Diagnosekriterium (eine Atembreite von weniger als 2,5 cm ist eines der sogenannten New-York-Kriterien für die Diagnose eines M. Bechterew).

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