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Dermatomyositis

(griech. derma = Haut, griech. myo = Muskel, -itis = Entzündung)

Die Dermatomyositis ist eine Autoimmunerkrankung, bei der in erster Linie die Haut und die Muskulatur betroffen sind. Die Ursache ist unklar. Bei etwa einem Drittel der Patienten tritt eine Dermatomyositis als sogenanntes paraneoplastisches Syndrom auf, aus Erfahrung vor allem bei Frauen mit Tumoren der Eierstöcke (Ovarial-Carcinom), seltener auch mit Brustkrebs. Eine intensive Tumorsuche gehört deshalb zur grundlegenden Diagnostik bei einer Dermatomyositis.

Die Therapie richtet sich nach der ggf. vorliegenden Grunderkrankung, der Krankheitsaktivität und dem Krankheitsstadium. Bei Patienten mit einer paraneoplastischen Dermatomyositis verschwindet nach unserer Erfahrung die Dermatomyositis mit der operativen Entfernung des Tumors und nach der ggf. anschließend notwendigen Chemotherapie. Manchmal wird noch für einen längeren Zeitraum die Gabe von Cortison nötig, z.T. sogar eine immunsuppressive Therapie, bei der man allerdings bei Patienten mit Tumoren eher zurückhaltend ist.

Bei einer Dermatomyositis ohne zugrundeliegende andere Erkrankung ist die Therapie der Wahl zunächst Cortison, da alle anderen Medikamente in der Anfangsbehandlung meistens nicht ausreichend wirken. Gleichzeitig mit dem Beginn der Cortisontherapie wird in den meisten Fällen der Beginn einer immunsuppressiven Therapie nötig. Früher wurde dazu in erster Linie Azathioprin eingesetzt; heute liegen gute Erfahrungen mit Methotrexat vor, das in der Regel schneller wirkt als Azathioprin und meistens auch besser verträglich ist bzw. mit weniger unerwünschten Nebenwirkungen einhergeht.

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